UNICEF-Gala: Ein toller Auftritt!

Seit vielen Jahren ist die UNICEF-Gala im Maritim-Hotel eine feste Größe im Kölner Veranstaltungskalender. Ende November treffen sich große Stars und junge Künstler, um Geld für Kinder zu sammeln. Zum ersten Mal war die Big Band der IFK dabei und durfte gleich den Opening Act begleiten. Ein klasse Auftritt wurde mit großem Applaus belohnt.

Freitag, 25.11.2016, 15.00 Uhr. Sechzehn junge Musiker unserer Schule starten mit ihrem „Bandleader“ Rob Keane in Richtung Maritim-Hotel. Es steht der erste große Auftritt bevor. Bei der diesjährigen UNICEF-Gala ist die Band eingeladen, den Opening Act musikalisch zu untermalen. Wochenlang haben sie geprobt, mal war der Maestro begeistert, mal am Rande des Nervenzusammenbruchs, aber in der Generalprobe hat alles gut geklappt. Klar sind alle cool, aber bei dem einen oder der anderen spürt man hinter der Fassade doch ein bisschen Lampenfieber. Immerhin werden am Abend so fünf- bis sechshundert Leute den Saal des Maritim füllen.

16.00 Uhr: Ankunft am Hotel. Erst mal schauen, wo man hinmuss. Am Eingang zum Saal nimmt eine freundliche Mitarbeiterin des Veranstalters unsere Schüler in Empfang. Sie bekommen ihre „Künstlergarderobe“ gezeigt, verbunden mit dem Hinweis: „Nicht vergessen, Probe für euch um 17.30 Uhr.“ Die Instrumente werden ausgepackt, Hemden und Krawatten gerichtet, schließlich wollen ja alle auch gut aussehen. Rob Keane hält eine letzte Ansprache: „This is not a rehearsal, this is a performance. Concentrate, stand straight...“ Die Botschaft kommt an, man merkt es.

17.30 Uhr: Durch die Katakomben und hinter der Bühne her geht es zur Probe. Der Veranstalter gibt Anweisungen, wo die Band in den Saal kommen, wie sie sich aufstellen und auf welche Zeichen sie achten sollen. Da wird deutlich, dass um einen echten, professionellen Auftritt im Rahmen eines ebenso professionell organisierten Events geht. Aufstellen, erstes Stimmen der Instrumente. Kleineres Hindernis: Es fehlt Strom für die Gitarrenverstärker, aber ein Haustechniker des Maritim behebt das Problem rasch. Die beiden Stücke werden durchgespielt, alles klappt zur Zufriedenheit des wie immer anspruchsvollen Bandleaders.

18.15 Uhr: Auch Künstler leben nicht vom Applaus alleine. Es gibt im Restaurant des Hotels deshalb für alle, die später auftreten werden, ein großes Büffet. Ermahnungen von den älteren an die jüngeren Schüler: „Iss nicht so viel, sonst kannst Du nachher nicht spielen.“

18.55 Uhr: In der Garderobe steigt die Spannung ein wenig. Abmarsch in Richtung Bühne. Schon hinter dem Vorhang ist zu merken, dass der Saal voll mit Gästen ist. Heribert Klein, der Moderator der Veranstaltung, steht zwischen den Gästen, begrüßt diesen oder jenen und wirkt ziemlich entspannt. Die Band wartet hinter dem Vorhang, eigentlich sollte es Punkt 19.00 losgehen. Dauert aber noch.

19.07 Uhr: Endlich kommt das Zeichen, die Band betritt den Saal und stellt sich auf. Noch mal kurz stimmen, und los geht’s. Mit der ersten Fanfare holt sich die Band die Aufmerksamkeit der Gäste. Das Stück läuft super durch, alles passt, und so gibt es nach dem letzten Ton verdienten, großen Beifall. Kurze Pause für die Band, währenddessen Heribert Klein eine Reihe von Ehrengästen begrüßt. Dann wieder konzentrieren, Haltung annehmen und gut in das zweite Stück kommen. Auch jetzt klappt das wieder wunderbar, und es folgt ein weiteres Mal begeisterter Applaus. Selbst den Abgang meistert die Band problemlos, was nicht so trivial ist, wie man sich vielleicht vorstellt.

19.45 Uhr: Zurück in der Garderobe. Dank und Lob vom Bandleader, der trotz des Erfolgs auch ein wenig kritisches Feedback gibt. Alle sind in bester Stimmung, der Tag hat sicher Lust auf mehr gemacht. Er hat auch gezeigt, dass sich die Mühe des Übens lohnt, weil es einfach ein tolles Gefühl ist, sein Können in einem solchen Rahmen zu demonstrieren.

Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass es ein fantastischer Abend war. Wir sind sicher, dass es nur der Auftakt zu einer Reihe künftiger Auftritte gewesen ist. Das Potential ist da, die Musik klingt richtig gut. Und es macht Spaß!

Stefan Becker

Fotografen: Uwe Weiser und Stefan Becker